
| Gelungene Integration im Wohnheim St. Franziskus |
|
|
|
| Geschrieben von: Thoralf Fricke | |||
| Donnerstag, den 16. Oktober 2008 um 16:10 Uhr | |||
„Tag der Offenen Tür“: Caritas Wohngruppe Spiegelau lud zum Kennenlernen ein – viele hundert Interessierte erlebten einen bunten Familientag der Integration.
STANDORT SPIEGELAU: UNGEAHNTE MÖGLICHKEITEN „Ihr dürft leben, wie ihr es wollt. Ihr sollt hier sein. Woanders sollt ihr nicht sein. In Spiegelau habt ihr es ja so schön“, engagierte Gedichtzeilen einer Bewohnerin der Spiegelauer Wohngruppe des Caritas Wohnheims Sankt Franziskus. Isolde Meyer weiß genau worüber sie schreibt. Als junge Frau hat sie sich - gegen den Willen des Vaters - durchgesetzt, um sich im Behindertenwohnheim Rotbach bei Freyung den Traum eines selbst bestimmten Lebens zu erfüllen. Das war 1989. Zehn Jahre lebte die Schönbergerin in der Wohngruppe in Kreuzberg. 2005 dann der Umzug in das damals seit kurzer Zeit leer stehende Gebäude an der Spiegelauer Hauptstraße. „Und es ist das schönste Wohnheim, in dem ich je war!“, schwärmt die 45jährige. „Wir haben hier die Möglichkeit einkaufen zu gehen, mit der Waldbahn zu fahren, aber auch genügend Möglichkeiten, die Natur zu genießen. Alles, was wir vorher nicht allein bzw. zu zweit machen konnten!“
FACHPERSONAL - EIN UNBEDINGTES MUSS BEI DER BETREUUNG Betreut wird die Gruppe von einem Stab aus hoch qualifiziertenm Fachpersonal: Fachkräfte für Heilerziehungspflege bis hin zu Sozialbetreuerinnen. „Bei uns steht immer der Mensch im Vordergrund. Das ist oft schwierig zu kommunizieren: Nicht die sogenannten ‚Fallzahlen‘ dürfen uns interessieren, sondern die Gesundheit und die individuelle Zufriedenheit unserer Bewohner stehen bei uns ganz oben!“, erklärte Heimleiter Hubert Frömel. Nach modernsten Standards geschulte und hoch motivierte Mitarbeiter sind dafür Voraussetzung – die nötige ‚Herzenswärme‘ ist bei uns selbstverständlich“ .JEDER IST ETWAS GANZ BESONDERES Auch der 1. Vorsitzende im DiCV, Msgr. Manfred Ertl, betont die gesellschaftlichen Aufgabe der Integration von Menschen mit Behinderung. „Ganz im Sinne des Caritas Jahresthema: ‚Achten statt Ächten‘, bin ich sehr stolz, dass wir in der ganzen Diözese ein dichtes Netz von Wohn- und Arbeitsstätten bieten können. Es darf keine ‚weißen Flecken‘ mehr geben. Menschen mit Behinderungen gehören voll integriert: denn jeder hat etwas ganz besonderes zu bieten!“, so der Domkapitular. Er zeigte sich aber besonders beeindruckt von der Spiegelauer Pfarrgemeinde, die an diesem Tag bewiesen hatte, dass ihr Herz auf der richtigen Stelle sitzt. UND ALLE STRAHLTEN MIT DER HERBSTSONNE UM DIE WETTE Keine Lippenbekenntnisse, das zeigte der erfolgreiche Aktionstag in Spiegelau: Ob zünftige Festzeltatmosphäre, Theateraufführung der Rotbacher Bühne oder gelungene Vorführungen der Riedelhüttener Karategruppe, Kinderschminken, Zaubervorführung oder Einradartistik – für jeden war etwas dabei: Ein rundum gelungener Familientag. Und alle – Gäste, stolze Bewohner und Personal - strahlten mit der Herbstsonne um die Wette!
|
|||
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 26. Januar 2009 um 22:09 Uhr |